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E-Marketing
Neben der täglichen Geschäftspost gehören
mittlerweile auch immer häufiger E-Mail-Sendungen mit Angeboten
zu unserem Alltag. In den vergangenen Jahren hat der Gesetzgeber
jedoch zum Schutz des Verbrauches massiv einen Riegel
vorgeschoben, so dass es per Bußgeldandrohung verboten ist,
unerwünscht Werbesendungen per E-Mail zuzustellen. Einmal völlig
davon abgesehen, dass im heutigen Zeitalter der Abmahnung eine
solches Fehlverhalten wirklich sehr teuer werden kann. Wichtig
ist auch im Falle des internationalen Versandes, dass die
rechtlichen Regelungen der Empfängerländer akzeptiert werden. So
hat Österreich z.B. seit dem 01.03.2006 die Verpflichtung, dass
die E-Mail-Adressen vor einem Versand mittels einer zugänglichen
Robinson-Liste (RTR-Liste) abgeglichen werden.
rtr.at E-Commerce-Gesetz
Aus
diesem Grund hat sich das Double-Opt-In-Verfahren
zur Sammlung von E-Mail-Adressen durchgesetzt. Das System
funktioniert sehr einfach und ist heute nahezu überall Standard.
Ein Interessent trägt sich auf Ihrer Website in ein
Newsletter-System ein, um weitere Informationen von Ihnen zu
erhalten. Nach seiner Eintragung erhält er eine E-Mail als
Bestätigung für seine Anmeldung. Hierin wird er erneut
aufgefordert einen Link zu klicken, welcher die Bestätigung der
Echtheit bewirkt. Hierbei ist es auch möglich, weitere Daten
über den Nutzer zur "Beweissicherung" zu speichern. Hierzu
gehören beispielsweise Daten über die Herkunft der Adresse sowie
bspw. die IP-Adresse zum Zeitpunkt der Anmeldung. Hierdurch hat
man die Möglichkeit im Falle einer Rechtsstreitigkeit die legale
Herkunft der Adresse zu beweisen.
Regeln für E-Mails
Zunächst sollten Sie sich vor Augen halten, dass Sie zumindest
bei Aussendungen an persönlich nicht bekannten Adressaten - über
das Zielsystem nichts wissen. Sie kennen weder das
Betriebssystem, die Sicherheitseinstellungen des Firmenservers noch das
E-Mail-Programm oder die Einstellungen beim Benutzer. Sollen die
E-Mails überall lesbar sein, halten Sie sich besser an
Standards, die überall funktionieren.
Grundsätzlich ist moderne Newsletter-Software
wie wir sie einsetzen so konfiguriert, dass sogenannte
Multipart-Messages versandt werden können. In einer Mail werden
HTML- und Nur-Text-Format versandt. Somit ist gewährleistet,
dass nahezu alle Empfänger den Newsletter in einer vorgesehenen
Weise erhalten.
- Auf Dateianhänge verzichten!
Weitverbreitet ist die Unsitte, ungefragt Word-Dateien zu
verschicken. Es gibt jedoch tatsächlich Personen, die ihre
Software nicht bei Microsoft zu kaufen. Die können
wahrscheinlich mit den Dateien nichts anfangen. Zudem
vervielfacht sich durch dieses Format der Datenumfang ohne
zwingenden Grund, und es besteht die Gefahr der Übertragung von
Makroviren. Bieten Sie stattdessen einen Link auf Ihrer Homepage
zum Download an. Wenn der Empfänger Ihnen traut und die
Information für nützlich empfindet, wird er sie
herunterladen. Dies bietet wiederum den Vorteil, dass diese
Aktivität messbar ist.
- Nicht zu viel Text schreiben
Animieren Sie den Empfänger durch kurze Artikel dazu, den
vollständigen Text auf Ihrer Homepage nachzulesen. Dadurch
erhalten Sie die Möglichkeit, jeden Klick zu messen.
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